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Die Pfeifsprache wird in La Gomera seit ewigen Zeiten verwendet, um sich über große Entfernungen zu verständigen. Dabei handelt es sich nicht um eine Anzahl vorgeschriebener Verschlüsselungen, die dazu dienen, begrenzt Inhalte wiederzugeben, sondern um eine artikulierte, nicht übliche, vereinfachte Sprache, die ermöglicht, eine unbegrenzte Anzahl von Mitteilungen durch Pfeifen der, einer gesprochenen Sprache eigenen Geräusche, auszutauschen.

El silbo de La Gomera

Die Tiefe und die Distanz der Schluchten ermöglichten die Bildung einer weltweit einzigartigen Sprache, die seit September 2009 von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe geschützt ist..

Sie genießt einen außergewöhnlich hohen Stellenwert als Ausdruck des menschlichen Erfindungsgeistes. Dabei handelt es sich um ein System, das entwickelt und angepasst wurde, um das Überleben in einem bestimmten Gebiet zu erleichtern und wobei außerdem die Benutzer dieses Sprachsystem mit vielfältigen technischen und stilistischen Merkmalen ausgestattet haben.

Die Pfeifsprache gilt als Ausdruck der Volkskultur von La Gomera. Sie ist unter den Inseleinwohnern sehr verwurzelt, diente sehr viele Jahre lang dem Zusammenhalt der Gemeinschaft und stellt ein Identitätszeichen von La Gomera und der gesamten Inselgruppe dar.

El silbo de La GomeraZusätzlich zur Eigenschaft eines Kulturproduktes stellt die Pfeifsprache eine Kulturbestimmung dar. Da es sich um eine sprachliche Ausdrucksweise, die eine Sprache wiedergibt, handelt, hat die Pfeifsprache gleichzeitig mit der spanischen Sprache gelebt ohne letztere weder auszuschließen noch mit ihr wettzustreiten.

Die Pfeifsprache wurde als immaterielles Gut der Gemeinschaft von einer Generation auf die nächste übertragen. Diese Übertragung, die jahrhundertelang durch direkten Kontakt zwischen Lehrern und Schülern und normalerweise in der Familie stattfand, erfolgt heute, dank der Anstrengungen der kanarischen Regierung, die Pfeifsprache zu erhalten, in den Schulen von La Gomera.